Ein Ort zum Erzählen und Zuhören

Seit Oktober 2013 können Hamburger und Nicht-Hamburger bei einer Tasse Kaffee auf dem Sofa in der 24m²-Wache Platz nehmen und ihr ganz persönliches, Hamburgisches Geschichtchen erzählen. Schon zahlreiche Gespräche wurden aufgezeichnet und archiviert. Das Museum empfing zudem bereits prominente Hamburger Persönlichkeiten wie die Sängerin Anna Depenbusch und die Pastorin der St. Michaelis Kirche, Julia Atze. Im Museum wird nicht nur erzählt, sondern auch gesungen und gelacht. Auch wenn sie neben dem großen Hamburg Museum ein wenig einsam und unscheinbar wirkt, so hätte sich die kleine Wache keinen besseren Start in der großen Museumswelt wünschen können. Mit einem vollen Terminkalender blicken die Mitarbeiter gespannt auf die kommenden Monate und sind gespannt auf zahlreiche neue Geschichtchen.

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Das letzte Hamburger Ledigenheim

13-01-2015

Bei der Suche nach einem Arbeitsraum stießen Antja Block und Jade Jacob auf das Ledigenheim in der Rehhoffstraße 1-3. Als im Jahr 2009 die ausschließlich männlichen Bewohner der Brief eines dänischen Investors erreichte, ging es um die weitere Existenz des Hauses. Die beiden jungen Leute und zwei weitere Mitstreiter befassten sich mit der Entstehungsgeschichte des Baus und erfuhren, dass es als Pflege- und Versorgungsheim für Arbeiter mit wenig Einkommen unabhängig von Alter, Nationalität und Konfession als soziales Konzept geplant war. Ursprünglich gab es auf jeder Etage eine Hausdame, die nicht nur für Ordnung sorgte, sondern auch wichtige Ansprechpartnerin war. Das soziale Miteinander in diesem Haus, in dem das Personal inzwischen abgebaut wurde, hat unsere heutigen Gäste so stark berührt, dass sie sich für den Erhalt einsetzen. Darüber hinaus begeistert sie die Solidargemeinschaft aus Türken, Kapverden, Philippinos, Deutschen und anderen.
Sie gründeten 2013 die Stiftung Ros, gaben ihre gesamten Ersparnisse in das Projekt, sind mit allen möglichen Gruppierungen in der Stadt im Gespräch und kämpfen für den Erhalt eines Hauses, das den zur Zeit 94 Männern bezahlbaren Wohnraum und ein soziales Miteinander garantiert. Beide sagen: "Wir glauben an diese Wohnform."
Unser Fazit: Wir sind zutiefst beeindruckt von so viel Idealismus, Engagement und Courage.

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